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Wenn jede Minute zählt: Warum Pflege keine Zeit mehr für Bürokratie hat - KlaroCare

Pflegekräfte verbringen zu viel Zeit mit Dokumentation. Ich habe das selbst erlebt und arbeite mit KlaroCare daran, das zu ändern.

Luca Wemhöner February 6, 2026 3 Min. Lesezeit
Pflege Dokumentation

Erinnern Sie sich an einen stressigen Arbeitstag, an dem eigentlich schon alles zu viel war und dennoch kamen weitere Aufgaben hinzu?

In Deutschland ist das für viele Beschäftigte im Gesundheitswesen, insbesondere Pflegekräfte, Alltag.

Als Gesundheits- und Krankenpfleger habe ich das im Krankenhaus selbst erlebt. Viele Hindernisse haben den ohnehin anspruchsvollen und verantwortungsträchtigen Beruf erschwert, wertvolle Zeit ging durch langsame, veraltete IT-Prozesse bei der Dokumentation und Aufnahme verloren.

Während meiner Ausbildung habe ich neben dem Krankenhaus auch Pflegeheime, psychiatrische Einrichtungen und die ambulante Pflege kennengelernt, und es zeigt sich überall das gleiche Muster. Die Dokumentation nahm einen Großteil der Arbeitszeit ein. Zeit, die die Pflegekräfte lieber für die Arbeit mit den Menschen genutzt hätten.

Dokumentation ist nicht das Problem – der Umfang ist es

Dokumentation ist grundsätzlich nicht Negatives. Sie ist essenziell für die Kommunikation im Team, für die Zusammenarbeit mit ÄrztInnen und dient der rechtlichen Absicherung der Pflegekräfte. Außerdem bildet sie die Grundlage für jede weitere Behandlung innerhalb einer Einrichtung.

Besonders erschreckend war der Umfang der notwendigen Dokumente. In der ambulanten Pflege haben Pflegekräfte für eine vollständige Einschätzung neuer PatientInnen regelmäßig bis zu vier Stunden gebraucht.

Die stille Belastung

Leider haben viele Pflegekräfte diesen Zustand akzeptiert. Sie sind tief in ihren Arbeitsprozessen verankert, arbeiten Pausen durch und tragen die Belastung im Stillen mit sich herum. Sie haben Probleme mit dem Schlafen und sind kraftlos. Umso tragischer ist dies, weil die allermeisten Pflegekräfte den Beruf aus Überzeugung gewählt haben. Sie wollen helfen und sind außergewöhnlich gut darin.

Auch ich habe mich in diesem Muster wiedergefunden. Nach meiner Ausbildung habe ich in Vollzeit auf einer kardiologischen Station gearbeitet. Während der Corona-Zeit, die mit Personalausfällen und hoher Belastung verbunden war, wurde mir das Ausmaß deutlich. Eine Kollegin sprach aus, was alle dachten: „Gerade jetzt, wo jede Minute zählt und ich an drei Orten gleichzeitig sein müsste. Warum sitze ich hier und dokumentiere so viel?”

Diese Frage hat mich nicht mehr losgelassen.

Was wäre, wenn?

Was wäre, wenn Pflegekräfte einen Teil dieser Zeit anders nutzen könnten?

Zeit, sich Sorgen anzuhören, statt Daten zu erfassen. Zeit, die eigenen Ansprüche an gute Pflege zu erfüllen. Zeit, die den Pflegekräften UND den betreuten Menschen zugutekommt.

Weniger Stress, mehr Zuwendung, bessere Pflege.

Daran arbeiten wir mit KlaroCare

Wir wollen ein Umfeld schaffen, in dem Pflegekräfte ihrer Verantwortung gerecht werden können. Ohne den permanenten Druck durch übermäßige Dokumentation. Mit Strukturen, die Pflege unterstützen, anstatt sie auszubremsen.